|
|
Ausgewogene Ernährung heisst...
- Mit Genuss essen (70 bis 80 Prozent sollte «gesund» sein,
20 bis 30 Prozent darf ungesund sein)
- Das Hunger-Sättigungsgefühl beachten
- Für jede Mahlzeit Zeit nehmen, langsam und gut kauen
- Vor allem qualitativ hochwertige Produkte bevorzugen und Fertiggerichte
meiden
- Täglich Frischkost in Form von Gemüse, Salat und Obst
- Die pflanzlichen Nahrungsmittel bilden die Basis, tierische dienen
als Beilage gemäss der Lebensmittelpyramide
- Nicht täglich Süsses essen
- Vorsicht im Umgang mit Fett, hochwertige Pflanzenöle einsetzen
- Rituale und regelmässige Mahlzeiten bringen Ruhe in den Tag
- Gewürze und Kräuter unterstützen die Gesundheit, regen die Verdauung
an und entgiften
Probleme moderner Ernährung
Durch die Entwicklung zur Wohlstandsgesellschaft
haben sich die Ernährungsgewohnheiten verändert. Die heutige Ernährung
in den westlichen Industriegesellschaften ist als «nicht bedarfsgerecht»
zu bezeichnen. Mit dieser Entwicklung entstehen ernährungsabhängige
Erkrankungen.
80 Prozent der Krankheiten entwickeln sich wegen einer denaturierten,
einseitigen, zu fetten und kalorienreichen Kost und eines zu hohen
Fleischverzehrs. Insgesamt verursachen diese Erkrankungen (sogenannte
Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma,
Diabetes Typ II, metabolisches Syndrom) annähernd ein Drittel
aller Kosten im Gesundheitswesen (WHO). Dies ist ein deutlicher Hinweis
auf eine unzureichende Nährstoffzufuhr trotz Überangebot und
Vielzahl an Nahrungsmitteln!
Ernährungssituation früher und heute
Der moderne Mensch ist genetisch
immer noch der Ernährung von Jägern und Sammlern angepasst.
Deren Nahrung bestand aus Früchten, Pflanzen, Wurzeln, Samen,
Nüssen,
Wild, Fisch und Eiern und war zu 50 bis 80 Prozent pflanzliche
und nur zu 20 bis 50 Prozent tierischen Ursprungs. Heutzutage besteht
die Durchschnittsnahrung zu über 60 Prozent aus tierischen Produkten
domestizierter Aufzucht. Auch hinsichtlich der Nahrungsqualität
zeigen sich beträchtliche Unterschiede:
- Fleisch: tierisches Protein wurde vor allem durch den Verzehr
von Wild aufgenommen. Wildtiere enthalten ca. 4 bis 5 Prozent Fett,
das aufgrund der Ernährung mit Moosen und Farnen vor allem aus
mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit einem sehr hohen Anteil an
Omega-3-Fettsäuren (EPA) besteht. Das Fleisch modern domestizierter
Tiere besteht aus über 30 Prozent Fett; Omega-3-Fettsäuren sind
keine enthalten.
- Pflanzliche Nahrung:
diese war wesentlich vielseitiger als heute (Früchte, Wurzeln,
Samen, Nüsse). Die Nahrung enthielt viel Protein, Stärke, Vitamine,
Mineralstoffe, Ballaststoffe und qualitativ hochwertige Fette. Salz
und Zucker in reiner Form sowie Milch und Getreide fehlten weitgehend.
Hauptunterschiede zwischen der Ernährung einst und
jetzt
- Die Fettaufnahme ist heute ca. doppelt so hoch, die Qualität
schlechter. Früher wurden mehr Omega-3-Fettsäuren und andere mehrfach
ungesättigte Fettsäuren zugeführt.
- Der Zuckerverbrauch ist bis zum
10-fachen angestiegen.
- Die Aufnahme an Vitaminen und Mineralstoffen
war früher sehr viel höher.
- Die Ballaststoffzufuhr ist heute im
Mittel um 60 Prozent zu gering, bezogen auf die täglich erforderliche
Zufuhr.
Charakteristika moderner Ernährung
- Energie wird zunehmend durch Fett,
einfache Kohlenhydrate, tierisches Eiweiss sowie Alkohol zugeführt.
Dadurch ist die Energiebilanz häufig positiv, d.h. es wird weitaus
mehr Energie aufgenommen als der Körper tatsächlich benötigt.
- Die
Diskrepanz zwischen empfohlener und zugeführter Energiemenge wird
mit zunehmendem Lebensalter viel grösser.
- Der Verzehr von Fett (vor
allem tierisches Fett) liegt deutlich über den Empfehlungen.
- Der
durchschnittliche Verzehr von (langkettigen) Kohlenhydraten liegt
deutlich unter den Empfehlungen. Der hohe Verzehr von kurzkettigen
Kohlenhydraten (Zucker) bei Jugendlichen ist hier als besonders
ungünstig zu bewerten.
- Ca. 70 Prozent der Lebensmittel, die konsumiert
werden, sind industriell weiterverarbeitet, sterilisiert, pasteurisiert
und raffiniert. Sie enthalten Zusatzstoffe, Farbstoffe, Konservierungsmittel
und Stabilisatoren.
top |
Probleme
moderner Ernährung
Wann
eignet sich eine Ernährungstherapie?
Therapieziele
Inhalt der Ernährungstherapie
Team
naturheilkundliche Ernährungstherapie
Tipps für die Ernährung in der Schwangerschaft
Tipps
für die Ernährung mit den Jahreszeiten
|